iPhone Gewinnspiel

Der Porsche 911 turbo
Alles über das Modell 930, dem Turbo der ersten und zweiten Generation.
1974
  • Auto Motor und Sport (26. Oktober)

  • 1975
  • Auto Motor und Sport (24. Mai)

  • 1978
  • Auto Motor und Sport (18. Januar)
  •  

     AMS - 24. Mai 1975

    Treibwerk

    Test Porsche turbo: Deutschlands schnellster Sportwagen.
    Von Gert Hack

    Titelbild - Testbericht AMS 24.Mai 1975

    Porsche stellte den „turbo" als Spitzenmodell des Hauses im Oktober 1974 auf dem Pariser Salon vor. Zu einem Zeitpunkt also, als die gesamte deutsche Automobilindustrie, insbesondere aber die Zuffenhausener Sportwagenschmiede, noch stark unter den Folgen der Rezession litt. Zu einem Zeitpunkt auch, als kleine und sparsame Autos weit mehr im Mittelpunkt des Interesses standen als PS-starke Exklusivgefährte.

    Porsche 911 turbo - Testbericht AMS 24.Mai 1975
    Breite Kotflügel, walzenähnliche Reifen, ein großer Heckspoiler
    und der völlige Verzicht auf Chrom kennzeichnen das neue
    Spitzenmodell der Firma Porsche.

    Hat also Porsche mit dem turbo aufs falsche Pferd gesetzt? Wäre es nicht besser gewesen. eine in Hubraum, Leistung und Ausstattung gestrippte Sparversion des 911 zu präsentieren? Wohl kaum. Denn die Zukunft und Existenzgrundlagen einer Sportwagenfabrik wie Porsche werden mehr durch technischen Vorsprung und Exklusivität gesichert als durch Sparangebote. Es liegt somit nahe. stückzahlbedingte Umsatzverluste wenigstens teilweise durch entsprechend teure Spitzenmodelle auszugleichen. So betrachtet ist der Schritt zum exklusiven Spitzen-Porsche nur logisch.

    Das Entwicklungsziel war also für die Porsche-Techniker klar umrissen: Aufbauend auf dem Basistyp 911 sollte das Top-Modell in Ausstattung, Aussehen und Leistung ein solches Maß an Exklusivität gewinnen, daß es sich deutlich von der übrigen Modellpalette abhob und gleichzeitig die bislang noch vorhandene Lücke zu den Exoten italienischer Machart schloß. Dabei sollten der für Porsche-Autos übliche hohe Gebrauchswert und die Alltagstauglichkeit auf keinen Fall eingeschränkt werden.

    Funktioneller Luxus

    Zweifellos hat Porsche mit dem turbo das angestrebte Ziel erreicht. Die walzenähnlichen Reifen, die überbreiten Kotflügel, der serienmäßige Frontspoiler, vor allem jedoch der ausladende Heckflügel sichern ihm ein ungewöhnliches Maß an Beachtung. An der Karosserie selbst ist kein Gramm Chrom zu finden, sogar Rückspiegel und Scheinwerferringe präsentieren sich in funktionellem Schwarz.

    Auch bei der luxuriösen und überaus reichhaltigen Ausstattung steht das Bemühen um technische Perfektion und sinnvolle Funktionalität im Vordergrund. Eine Scheinwerfer-Reinigungsanlage, heizbare Windschutzscheibe und Heckscheibenwischer zählen ebenso zur Serienausstattung, wie die elektrischen Fensterheber und ein Stereo-Radio (siehe auch Ausstattungstabelle).

    Besondere Erwähnung verdient die automatische Heizungsregulierung, die dem turbo einen seiner Preisklasse angemessenen Heizkomfort garantiert. An gewohnter Stelle auf dem Rahmentunnel zwischen den Sitzen befindet sich der Heizungshebel, der allerdings nicht von Hand, sondern von einem elektrischen Stellmotor betätigt wird. Der Fahrer wählt lediglich mit einem daneben placierten Drehknopf die gewünschte Temperatur vor, der Rest geschieht automatisch durch einen im Wagendach installierten Temperaturfühler. der die entsprechenden Signale an den elektrischen Versteller für die Heizluftmenge weitergibt. Im Betrieb funktioniert die Sache überraschend gut, so daß das prinzipielle Problem dieser Heizungsart (starke Drehzahlabhängigkeit) erstmals zufriedenstellend gelöst wurde.

    Im übrigen Interieur unterscheidet sich der turbo nicht von seinen preiswerteren Seriengeschwistern. Die Instrumentierung ist wie üblich bei Porsche reichhaltig und übersichtlich.

    Seite: Navigationslinks überspringen
    1
    2
    3
    4
    supported by www.rankingcloud.de
    Suchmaschinenoptimierung mit Ranking-Hits
    Navigationslinks überspringen.