Der Porsche 911 turbo
Alles über das Modell 930, dem turbo der ersten und zweiten Generation.
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Pflege der Leichtmetallräder

Um die Oberfläche der Leichtmetallräder über lange Zeit unversehrt zu erhalten, ist regelmäßige Pflege erforderlich.

Alle Leichtmetallräder haben auf der Radaußenseite einen Oberflächenschutz, so daß nicht das Leichtmetall der Räder, sondern die aufgetragenen Oxyd- oder Lackschichten zu reinigen sind.

Besonders die feinen, erhitzten Partikel aus dem Abrieb von Bremsbelägen und Bremsscheiben werden auf das Rad geschleudert und verursachen eine stark haftende, rauhe Ablagerung. Dadurch kann andere Verschmutzung besser haften. Diese Schmutzschicht enthält neben Feuchtigkeit auch Salze und Säuren und wirkt, wenn sie nicht rechtzeitig entfernt wird, stark korrosionsfördernd.

Verschmutzungen, die nicht vollständig entfernt werden, führen später zu Schäden am Rädermaterial, die nicht mehr zu beheben sind.

Die Räder sollten möglichst alle zwei Wochen, bei starker Verschmutzung auch haufiger, mit klarem Wasser oder mit der zur Wagenwäsche verwendeten Seifenlauge abgewaschen werden.

Wenn zusätzlich ein spezielles Reinigungsmittel verwendet wird, z. B. bei Streusalzeinfluß oder bei starker Bremsstaubablagerung, so ist folgendes zu beachten.

Das Reinigungsmittel muß als säurefrei gekennzeichnet sein und der pH-Wert (siehe Erläuterung) darf maximal 10 betragen. Im Zweifelsfall ist es ratsam, beim Hersteller des Reinigungsmittels den pH-Wert zu erfragen.

Darüber hinaus ist noch zu empfehlen, die Räder - soweit es deren Auslegung zuläßt - alle drei Monate nach dem Reinigen mit einem säurefreien Fett (Vaseline) einzufetten. Das Fett sollte dabei mit einem weichen Tuch kraftig eingerieben werden.

Die Behandlung der Leichtmetallräder mit Hochdruckreinigungsgeräten ist nicht ausreichend. Da die Bremsstaubpartikel stark haften, ist eine Nachreinigung mittels Schwamm erforderlich.

Außerdem kann die hohe Wasser- bzw. Dampftemperatur zusammen mit den meist verwendeten stark alkalischen Reinigungsmitteln u. U. zu Schäden an der Oberfläche der Räder führen.

Putzmittel mit oxydlösender Wirkung, wie sie für andere Metalle üblich sind, sowie mechanisch wirkende Geräte und Mittel, beschädigen die Oxyd- bzw. Lackschicht und dürfen deshalb nicht verwendet werden.

Wir bitten auf diese Umstände bei Kundengesprächen hinzuweisen.

Erläuterung zum pH-Wert

Der pH-Wert ist ein Maß für die Wasserstoff-lonen-Konzentration in einer Flüssigkeit. Er gibt an, ob die Flüssigkeit sauer (Säure) oder alkalisch (Lauge) reagiert.

Bei einem pH-Wert 7 reagiert die Flüssigkeit neutral (z. B. chemisch reines Wasser), ist also weder eine Säure oder eine Lauge.

Säuren besitzen einen pH-Wert unter 7, wobei die Stärke der Säure mit kleinerem pH-Wert zunimmt.

Laugen liegen zwischen pH = 7 und pH = 14 - die Stärke der Lauge nimmt mit höherem pH-Wert also zu.

Beispielsweise besitzt ein mit Kohlensäure versetztes Mineralwasser einen pH-Wert von 6-6,5, reagiert also schwach sauer. Die Batteriesäure weist dagegen einen pH-Wert von 1 auf.

Der pH-Wert einer normalen Seifenlauge liegt bei 8-9, der eines Geschirreinigungsmittels für Spülmaschinen bei ca. 12,5 und wäre also ebenfalls nicht geeignet für die Felgen-Reinigung.

Inhalt aus Porsche Report von 1981

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